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Bischof Schneider fordert: Pius-Bischofsweihen erlauben – Konzilstexte überarbeiten?

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„Und dann auch der Satz in Lumen gentium 16, dass wir Katholiken mit den Moslems, mit cum musulmanis in Lateinisch, adoramus, wir beten an den einen Gott. Das kann man so nicht lassen. Das ist so zweideutig, voll von Zweideutigkeiten und das muss sicherlich korrigiert werden.“

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Gut gesagt von Schneider: Denn es muß noch einmal gesagt werden, besonders gegenüber römischen Kurienbeamten: Das Zweite Vatikanische Konzil und seine Meinungen, Orientierungen und Lehren stellen kein ‚Superdogma‘ dar, dem man zustimmen muß, um katholisch zu sein. Im Gegenteil: Aufgrund seines pastoralen Charakters sind wir durchaus berechtigt, seine Maßnahmen und Lehren kritisch zu analysieren. Es könnte sogar sein, daß einige von ihnen ihr Verfallsdatum erreicht haben und heute neue Ansätze erforderlich sind.

Alfredus .

Diese Interreligiösen Gebets-Treffen und die Weltjugendtage haben nichts bewegt und waren in ihrem Geschehen eine Sünde gegen den einzigen wahren Gott ... ! Man kann nicht Gott anbeten und gleichzeitig beten die Fremd-Religionen die Dämonen an ! Diese aufgesetzten Veranstaltungen haben der Kirche geschadet und keinen Jugendlichen zum Glauben und in die Kirche gebracht ... !

dlawe

WB Schneider ist einer der BESTEN! Und er hat recht. Wir Katholiken haben nicht den selben GOTT wie die Muslime. Unser GOTT ist Dreifaltig!

sudetus schönhoff

Er redet und redet und bleibt der Konzilssekte treu....wer braucht sowas ???

Klaus Elmar Müller

Nur ein einziger Einwand in sechs Punkten: 1. Der Scholastiker St. Thomas von Aquin sagt, Gott wolle die Bestrafung des Verbrechers, aber Er wolle auch, dass die Ehefrau ihren verbrecherischen Ehemann vor der Polizei versteckt. Das lässt sich auf die Religionen übertragen: Gott ist Selber das höchste Recht, darum gibt es zwar kein Recht zur Verbreitung des Falschen, aber ein Recht, darin nicht vom Staat behindert zu werden. 2. Die Behinderung der öffentlichen Ausübung und Verbreitung des Irrtums schafft bei den Anhängern der falschen Religion eine Märtyrermentalität. 3. Sollen nach katholischer Lehre Protestanten grundsätzlich vom Staat bestraft werden, wenn sie als Protestanten öffentlich auftreten? 4. Exzellenz Bischof Schneider hebt auf die historischen Umstände ab, wo eben doch die Verbreitung der Religion tatsächlich gegeben sei. Kann man nicht sagen, das Konzil formuliee für unsere historische Situation und nicht grundsätzlich? 5. Der hl. Thomas von Aquin, der das Naturrecht genial entwickelt, spricht von der natürlichen Neigung des Menschen zu Gott. Zu dieser Neigung gehört das Bedürfnis, sich fromm, sich für Gott zu äußern. Dieses natürliche Bedürfnis bleibt auch bei einer falsch erlernten Vorstellung von Gott. 6. Das Evangelium wird gut durch Märtyrer und Missionare verteidigt, schlecht durch staatliche Gesetzgeber, Richter und Justizvollstrecker, die allesamt von der Erbsünde geschwächt sind.

Bethlehem 2014

@Klaus Elmar Müller Nur ein einziger Einwand in Punkt 1: Sie übersehen, daß das Verstecken eines (!) Verbrechers keine großen Konsequenzen erwarten läßt. Die Verbreitung (!) des Falschen aber sehr wohl!
Der Staat darf sehr wohl das Verbreiten des Falschen hindern, hat sogar prinzipiell die Pflicht dazu. Sonst dürfte er ja auch nichts z. B. gegen Mörder unternehmen usw.
Der Staat hat allerdings auch die Pflicht, für Ruhe im Land zu sorgen. Deshalb dürfen falsche Lehren, z. B. der Protestantismus, u. U. durchaus toleriert (= "erlitten") werden: um die öffentliche Ruhe nicht zu gefährden.

Klaus Elmar Müller

Habe oben noch zwei Punkte (5.,6.) ergänzt. Wenn Sie, @Bethlehem 2014 ,nun abwägen -angebliches Unrecht der freien Religionsausübung gegen Nachgeben einer möglichen unruhestiftenden Rebellion- , dann wird das Beharren auf staatlicher Unterdrückung schnell leere Theorie im Elfenbeinturm.

Bethlehem 2014

@Klaus Elmar Müller Für die Ergänzung sei Ihnen gedankt.
Daß man die Wahrheit leider auch mißbrauchen kann, ist eine traurige Erfahrung seit dem Sündenfall der Engel. Das ändert jedoch die Wahrheit nicht.
Die Abwägung stammt übrigens durchaus nicht von mir, sondern ist Lehre der Kirche. Ich muß aber zugeben: "vorkonziliare" Lehre der Kirche.
Zu Ihrem letzen Punkt: auch Missionare und Martyrer sind von der Erbsünde geschwächt. Die Gottesmutter allein ausgenommen.
Da auch der Staat ein Geschöpf Gottes ist, keineswegs eine "menschliche, weltliche" Erfindung, muß auch der Staat Gott dienen, und zwar dem wahren Gott, und zwar auf die Weise, die Gott geoffenbart hat: die katholische. Etwas anderes darf der Staat gar nicht erlauben, sondern höchstens tolerieren.
Die Kirche lehrt, daß der Staat eine "societas perfecta" ist, eine "vollkommene Gesellschaft", der Gott alles gegeben hat, was an weltlicher Unterstützung zum Heil möglich bzw. notwendig ist.

Klaus Elmar Müller

@Bethlehem 2014 "Vollkommene Gesellschaft" meint nicht moralische Vollkoimmenheit, sondern eine in sich bestehende, durchorganisierte Gesellschaft. Leo XIII. stellt daneben die Kirche als ebensolche "societas perfecta", die darum vom Staat unabhängig sei, aber mit dem Staat bei "gemischten Aufgaben" (z.B. Schulwesen) zusammenarbeite. Die Verurteilung des hl. Thomas Morus durch die englische Justiz, die Verfolgung der Kirche durch Bismarck, die Abtreibung in den Staaten der Erde zeigen die Staaten weltweit als Unrechtsstaaten. Ist der Staat "ein Geschöpf Gottes"? Leo XIII. staatsskeptisch: "Die Familie ist älter als der Staat,"

Bethlehem 2014

@Klaus Elmar Müller Das Leo-Zitat ist interessant. Woher stammt es?
Der Staat ist insofern ein Geschöpf Gottes, als daß er den Menschen als soziales Wesen geschaffen hat, nicht als Einzelwesen und auch nicht nur als "Familienmensch".
Die Mißgriffe, die Sie aufzählen, sind natürlich mehr als ungerecht. Aber: sollte ich jetzt alle Mißgriffe, Fehler und Sünden der Vertreter der Kirche aufzählen? Dann bricht der Server von Gloria-TV zusammen...
Auch hier gilt: "Abusus non tollit usum". Es sind die Vertreter des Staates, die gesündigt haben, doch nicht der Staat selbst! Genausowenig, wie die Kirche (direkt) dafür verantwortlich ist, wenn Priester Kinder mißbrauchen usw.

Klaus Elmar Müller

Papst Leo XIII. hat in seinen Enzykliken "Rerum novarum cupiditas" ("Die Neuerungssucht!) und "Immortale Dei miserentis opus" ("Das unsterbliche Werk des erbarmungsvollen Gottes") eine katholische Soziallehre und eine katholische Staatslehre entwickelt. "Rerum novarum" ist sozialer als die heutige deutsche Realität. In "Immortale Dei" beschreibt Leo XIII. das Verhältnis von Staat und Kirche. Die Kirche ist nicht, wie die kirchenfeindliche F.D.P. forderte, "freie Kirche im freien Staat", sondern steht als "societas pefecta" neben dem Staat.-Sie, @Bethlehem 2014 , sagen, dass der Missbrauch von staatlicher Gewalt gegen Menschen den guten Gebrauch nicht aufhebt. Aber Exzellenz Bischof Athanasius Schneider zeigt schon mit einem Zitat des 4. Laterankonzils auf, dass in der Kirche unrechte Gewalt gefordert wurde - der Missbrauch von Macht lauert in ihr derart schnell, dass unser Grundgesetz Recht hat, die Macht des Staates gegenüber dem Einzelnen einzugrenzen. Die Forderung, die Ausübung der Religionsfreiheit einzuschränken, würde die Piusbruderschaft verfassungsfeindlich machen. Auch Jesus Christus lobt nicht den Staat, sondern schiebt ihn eigentlich beiseite, wenn er sagt: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist." Petrrus und Paulus fordern gehorsam gegenüber dem Staat, aber begründen das mit Rechtsstaatlichkeit: der Staat belohne die Guten und strafe die Bösen. In dieser Meinung über seinen römischen Staat hat sich der heilige Paulus getäuscht, appelooerte an den Kaiser, aber, wurde hingerichtet,

Bethlehem 2014

Ich glaube nun nicht, daß der Hl. Paulus sich "getäuscht" hat; er wußte sicherlich, daß es mehr als "Einzelfälle" gibt, die vom Staat aus ungerecht sind. Er war sicherlich auch dazu bereit, dafür in den Tod zu gehen. Er wußte ja auch, daß es sich beim Römischen Staat um einen heidnischen Staat handelt.
Sie dürfen die "Trennung von Kirche und Staat" (hier besser: "Religion und Staat") im Altertum nicht voraussetzen. Die ist eine Folge der Reformation und der Aufklärung. Zuvor gab es nur eine "Unterscheidung von Religion und Staat". Das ist katholischer.
Macht reizt manche halt zu Mißbrauch: in Kirche und Staat.

Klaus Elmar Müller

@Bethlehem 2014 Die Christenverfolgungen des römischen Staates waren systematisch, nicht Einzelfälle. Der katholische Kaiser des Heiligen Römischen Reiches hat dem Hexenwahn in Deutschland keinen Einhalt geboten, katholische Richter ergötzten sich sadistisch an brennenfden Frauen. Der katholische Kaiser Joseph II. im katholischen Österreich ließ 800 Klöster schließen. Es ist ein Fehler, auf Strukturen und Staatsform zu bauen. Es kommt auf die jeweiligen Personen an. Auch das in meinen Augen geniale Bonner Grundgesetz konnte die ungeborenen Kinder nicht schützen. Deshalb sagte Leo XIII.: Die katholische Kirche steht jeder Staatsform indifferent/gleichmütig gegenüber.

Klaus Elmar Müller

P.S.: Natürlich hat sich der hl. Paulus getäuscht. Er appellierte in seinem Prozess an den Kaiser, weil er, obwohl Jude, mit römischen Bürgerrecht geboren, dem römischen Recht zu vertrauen gelernt hatte. Er misstraute den fanatischen Feinden unter den Mitjuden. Der Kaiser Nero ließ ihn enthaupten.

Bethlehem 2014

@Klaus Elmar Müller Deshalb schrieb ich doch: "Er wußte sicherlich, daß es mehr als 'Einzelfälle' gibt, die vom Staat aus ungerecht sind."!

Sunamis 49

wenn man die bulle papst pius V bedenkt, und das paul Vl die neue messe zulies, dann das schreiben von JP2 bedenkt dass nur 120 Kardinäle insgesamt den papst wählen dürfen, und er die fsspx exkommunizierte,
und Leo 14 von 133 kardinälen gewählt wurde, wundert einen gar nix mehr

Klaus Elmar Müller

Ein Überschreiten der festgelegten Zahl von 120 Wahlberechtigten macht die Wahl nicht ungültig, weil Papst Johannes-Paul II. erst für die Beteiligung von Personen außerhalb des Kardinalskollegiums (Bischöfe, weltliche Politiker) die Worte gebraucht "Unbedingt ausgeschlossen".

Sunamis 49

man kann ihn nicht mehr dazu befragen, da er schon gestorben ist

Eugenia-Sarto

Der Bischof wird immer mutiger. Danke!