Leo XIV: "Das ‚Wort‘ ist ein Wort, das wirkt. Das ist ein Kennzeichen des Wortes Gottes: Es bleibt niemals ohne Wirkung. Auch viele unserer eigenen Worte haben Wirkungen, manchmal unbeabsichtigte. Ja, Worte ‚wirken‘. Doch hier liegt die Überraschung, die uns die Weihnachtsliturgie bereitet: Das Wort Gottes erscheint, kann aber nicht sprechen. Es kommt zu uns als neugeborenes Kind, das nur weinen und brabbeln kann. „Das Wort ist Fleisch geworden“ (Joh 1,14). Auch wenn es wachsen und eines Tages die Sprache seines Volkes lernen wird, spricht es vorerst nur durch seine einfache, zerbrechliche Gegenwart. „Fleisch“ ist die radikale Nacktheit, die in Bethlehem wie auf Golgatha auch ohne Worte bestehen bleibt – so wie so viele Brüder und Schwestern, die ihrer Würde beraubt und zum Schweigen gebracht wurden, heute keine Worte haben. Menschliches Fleisch verlangt nach Fürsorge; es bittet um Aufnahme und Anerkennung; es sucht Hände, die zu Zärtlichkeit fähig sind, und Köpfe, die bereit sind …Mehr
Wichtig ist, dass unser Herr und Gott nicht "brabbelte", sondern lieb aus seinem göttlichen Mund lächelte!
Krasser Typ, der da vom Brabbeln brabbelt. Dass das Fleisch nach Zärtlichkeit verlangt, ist allerdings kein völlig abwegiger Gedanke. Nur dass diese Idee dann auch gleich wieder für Social Gospel verwurstet wird, ist abwegig.
Das ist sehr richtig. Es ist eben eine doppelt dreifaltige Seele (äußere Dreifaltigkeit: anima vegetabilis, anima animalis, anima spiritualis; innere Dreifaltigkeit: Vernunft, Wille und Leidenschaft), die sich mit diesem Fleisch umgibt. Und Fleisch, das der Schöpfer annimmt, ist ohne eine solche kaum zu denken.