Leo XIV. verwandelt das Staatssekretariat in eine immer mächtigere Drehscheibe
Die Personalverordnung verpflichtet die Mitarbeiter des Vatikans zu einem vorbildlichen religiösen und moralischen Verhalten, auch im Privatleben. Sie legt Beschäftigungsregeln fest: Sechs-Tage-Woche, feste Arbeitszeiten, 26 Tage Jahresurlaub, Überwachung der Krankheitszeiten, Beschränkung der Teilzeitarbeit und Verbot der Beschäftigung von Verwandten innerhalb desselben Büros.
Die allgemeine Verordnung stellt eine vollständige Rekonstruktion des kurialen Systems dar - Verwaltungsstruktur, Dokumentationsregelung, Digitalisierung, Rechte der Gläubigen und eine neue zentrale Stellung des Staatssekretariats.
Ende des Lateins
Die frühere Verpflichtung, Urkunden "in der Regel" in Latein abzufassen, entfällt. Italienisch, Englisch, Französisch und andere moderne Sprachen können nun normal verwendet werden.
Dies bedeutet praktisch die Abschaffung des Lateinischen.
Das Recht der Gläubigen auf eine Antwort
Zum ersten Mal muss jede Petition, die beim Heiligen Stuhl eingeht, registriert, zugeordnet und beantwortet werden.
Dies schafft ein ausdrückliches Recht der Gläubigen, nicht ignoriert zu werden und bedeutet eine unerträgliche bürokratische Belastung.
Re-Zentralisierung des Staatssekretariats
Das Staatssekretariat (Diplomaten) erhält wieder eine koordinierende Zentralität, die in den letzten Jahren geschwächt worden war.
Zu den Verpflichtungen gehören nun der obligatorische Austausch von Dokumenten zwischen den Dikasterien, die koordinierte Verwaltung sich überschneidender Zuständigkeiten, die Mitunterzeichnung gemeinsamer Rechtsakte und die systematische Übermittlung aller päpstlich bestimmten Rechtsakte an das Staatssekretariat.
Die Kurie wandelt sich von einer zumindest teilweise dezentralisierten Struktur zu einem zunehmend hierarchischen Organismus, der von einem Netzwerk von Diplomaten geleitet wird.
Vatikan muss vor dem Handeln mit den Oberen sprechen
Jedem Eingriff in Diözesen, Ordensinstitute oder kirchliche Bewegungen muss eine Anhörung und Konsultation der Oberen vorausgehen.
Die neue Regelung spricht ausdrücklich Probleme der Vergangenheit an: Bischöfe oder Obere, die ohne Anhörung sanktioniert, ersetzt oder überstimmt wurden. Fälle wurden auf der Grundlage unvollständiger oder voreingenommener Informationen von Mittelsmännern entschieden.
Digitalisierung, Archive und Sicherheit
Zum ersten Mal führt die Kurie ein obligatorisches digitales Archivierungssystem, zertifizierte IT-Systeme, eine Klassifizierung der vorbehaltenen Akten in drei Stufen, Zugangsprotokolle und eine kontrollierte Dokumentenvernichtung ein.
AI-Übersetzung