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Alemania expulsa a un miembro de la Embajada de Rusia en Berlín por presunto espionaje
Alemania expulsa a un alto cargo de la embajada rusa en Berlín tras acusarle de realizar actividades de espionaje bajo cobertura diplomática. Exteriores califica el caso de “intolerable” y convoca al embajador ruso para comunicar la medida. El episodio se produce en un contexto de máxima tensión entre Europa y Moscú, con investigaciones abiertas y un endurecimiento del control sobre operaciones de inteligencia en territorio alemán.
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Spionage, Diplomatenempfänge und ein russischer Pass
Die Bundesanwaltschaft hat eine mutmaßliche Spionin im Auftrag Russlands in Berlin festgenommen. Ilona W. ist demnach deutsch-ukrainische Staatsbürgerin. Doch nach RND-Informationen waren ihre Verbindungen nach Russland noch enger als bisher bekannt.

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Spionage, Diplomatenempfänge und ein russischer …
Der Generalbundesanwalt (GBA) hat am Mittwoch eine mutmaßliche Spionin im Auftrag Russlands in Berlin festnehmen lassen. Der 56-jährigen Ilona W. wird vorgeworfen, spätestens seit November 2023 Geheimdienst-Kontakte in die russische Botschaft in Berlin unterhalten zu haben. „Ihr Kontaktmann ist für einen russischen Geheimdienst tätig“, teilte der GBA mit. Ihm soll Ilona W. „bei diversen Gelegenheiten unter anderem Informationen mit Bezug zu dem Krieg zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine“ verschafft haben – etwa „Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen“. W. soll außerdem „Erkundigungen über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine“ eingeholt haben. Dafür habe sich W. auch an zwei ehemalige Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums gewandt, mit denen sie persönlich bekannt sei.
Ilona W. offenbar auch russische Staatsbürgerin
Die Bundesanwaltschaft beschreibt die Festgenommene als deutsch-ukrainische Staatsangehörige. Doch nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) und des russischen Investigativportals „Agentstvo“ hatte Ilona W. offenbar mindestens in der Vergangenheit auch die russische Staatsbürgerschaft. Das geht aus geleakten russischen Passdaten hervor. Demnach wurde W. 1969 in Dnipropetrowsk (heute Dnipro) in der Ukraine geboren und erhielt 1987 zunächst einen sowjetischen Pass, dann im Jahr 2006 in Balachna in der russischen Region Nischni Nowgorod einen russischen. Inzwischen ist der Pass ungültig – vermutlich, weil russische Pässe mit Vollendung des 45. Lebensjahres erneuert werden müssen. Es ist unklar, ob Ilona W. auch heute noch die russische Staatsbürgerschaft besitzt.
Wer ist die mutmaßliche Spionin?
Ilona W. ist seit mehreren Jahren Vorsitzende eines Vereins, der sich „Brückenbauen und Völkerverständigung“ auf die Fahnen geschrieben hat, wie der „Spiegel“ zuerst berichtete. Die offizielle Vereinsadresse liegt nur wenige hundert Meter von der Ukrainischen Botschaft am Rande des Berliner Regierungsviertels entfernt. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende war in der Vergangenheit Direktor der Wehrtechnischen Dienststelle 61 der Bundeswehr für Luftfahrzeuge in Ingolstadt. Heute ist er als Lobbyist für mehrere Rüstungsunternehmen im Lobbyregister des Bundestages eingetragen.
Laut „Spiegel“-Recherchen ist der Mann einer der beiden Kontakte, über die W. versucht haben soll, an sensible Informationen über den Krieg in der Ukraine zu gelangen. Er und ein weiterer ehemaliger Soldat, der laut „Spiegel“-Angaben erst kürzlich als Stabsoffizier aus der Bundeswehr ausgeschieden ist, sind demnach ebenfalls beschuldigt, wurden jedoch nicht festgenommen. Zur Identität dieser beiden Beschuldigten machte die Bundesanwaltschaft keine Angaben. Räumlichkeiten der beiden im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler, im Brandenburger Havelland und in München wurden am Mittwoch durchsucht.
Laut Angaben des Vereins setzen sich dessen Vorstand und Kuratorium auch sonst aus Menschen mit relevanten politisch-wirtschaftlichen Kontakten zusammen: Darunter ist etwa eine ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete, ein ehemaliger CDU-Europaabgeordneter und Automobil-Lobbyist und eine Brandenburger CDU-Politikerin.

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