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Gemeinschaft unter Kommissar: Acht Jahre Restriktionen ohne eine einzige Anklage

Nach acht Jahren vatikanischer Aufsicht und ins Stocken geratenen Reformen sowie der unerwarteten Verzögerung bei der Annahme des Rücktritts ihres Kommissars muss der Vatikan über die Verkünder des Evangeliums entscheiden.

2017: Eröffnung der apostolischen Visitation

Die in Brasilien ansässige Gruppe wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. als 'Päpstliche Vereinigung' anerkannt.

Im Jahr 2017 leitete Papst Franziskus eine apostolische Visitation gegen sie ein, die vom Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens durchgeführt wurde.

Zu diesem Zeitpunkt wurde ihnen laut ihren Unterlagen keine formelle Liste von Anschuldigungen oder spezifischen Gründen für die Visitation mitgeteilt.

Parallel dazu wurden verschiedene zivilrechtliche und kanonische Beschwerden gegen die Herolde eingereicht. In den folgenden Jahren wurden mehr als dreißig dieser Fälle durch Freispruch oder Archivierung sowohl vor zivilen als auch vor kirchlichen Gerichten beigelegt.

2019: Ernennung des Kommissars

Im September 2019, nachdem er die Ergebnisse der Visitation geprüft hatte, ernannte Franziskus Kardinal Raymundo Damasceno Assis, den emeritierten Erzbischof von Aparecida, zum Päpstlichen Kommissar mit voller Regierungsgewalt über die Herolde.

Dieser Schritt war mit erheblichen Einschränkungen verbunden, die immer noch in Kraft sind. Sie können keine Diakone oder Priester weihen, keine neuen Mitglieder aufnehmen, keine neuen Häuser eröffnen und verschiedene interne Verwaltungsakte bedürfen der direkten Genehmigung durch den Kommissar und das Dikasterium.

2021: Richtlinie über Minderjährige

2021 erließ das Dikasterium des Vatikans eine Direktive, die vorsah, dass Minderjährige, die in den Häusern der Herolde lebten oder studierten, nach Hause gehen sollten. Der Kommissar musste die Umsetzung unter Hinweis auf die kanonische Vorsicht aussetzen.

Während dieser Zeit entschieden sich einige Familien dafür, ihre Kinder in Heroldshäusern zu behalten.

Die örtlichen Bischöfe stellten später klar, dass es sich bei den zuvor gemeldeten "irregulären Exorzismen" innerhalb der Herolde in Wirklichkeit um gewöhnliche Befreiungsgebete handelte, die in pastoralen Kontexten erlaubt waren.

2024: Versuch, zur Normalität zurückzukehren

Anfang 2024 legte Kardinal Damasceno dem Dikasterium einen formellen Plan vor, der die Auflösung des Kommissariats vorschlug. Der Plan sah die Vorlage neuer Konstitutionen und die Vorbereitung eines Generalkapitels vor, um zu den normalen Leitungsstrukturen zurückzukehren.

Im März 2024 antwortete das Dikasterium, dass keine Genehmigungen für Kapitel und Versammlungen erteilt werden würden.

Ende 2025: Veröffentlichung des Dokumentationsbandes

Am 16. Mai 2025 legte Kardinal Damasceno einen vollständigen 1.088-seitigen Bericht vor, der alle seit 2019 im Rahmen des Kommissariats durchgeführten Maßnahmen zusammenfasst.

Im November 2025 veröffentlichten die Herolde ein umfassendes Dossier mit dem Titel 'El comisariado de los Heraldos del Evangelio. Crónica de los hechos 2017-2025', das von zwei Mitgliedern der Herolde koordiniert wurde, dem Kirchenrechtler José Manuel Jiménez Aleixandre und der Philosophin Juliane Vasconcelos Almeida Campos.

Das Buch enthält über 700 Seiten mit notariellen Dokumenten, Dekreten, Expertenanalysen, Korrespondenz und Protokollen.

Darin wird auch festgehalten, dass kein Herold oder eine angeschlossene Einrichtung jemals von einem Gericht zivilrechtlich oder kanonisch verurteilt wurde.

November 2025: Der Rücktritt des Kommissars und die Antwort des Dikasteriums

Am 18. November 2025 reichte Kardinal Damasceno seinen Rücktritt als Päpstlicher Kommissar ein.

Am 21. November 2025 teilte ihm das Dikasterium mit, dass der Rücktritt nicht sofort angenommen würde. Es bat darum, dass er noch "einige Monate" im Amt bleibe.

AI-Übersetzung
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Franz Xaver shares this
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Die sog. Herolde sollte man auflösen und ggf. neu gründen.

Lukas Dux

Wieso und warum denn?

Franz Xaver

Lukas Dux, was für (berechtigte) Fragen; bloß, Sie werden vom Typ eines a-katholischen Fanatikers und Provokateurs, der stets in Angelegenheiten der Mystik, des Glaubens und Gewissens empirische Beweise einfordert, keine klärenden Antworten als wiederum nur provokative oder beleidigende Behauptungen bekommen.

Weil ihr Hintergrund die TFP-Sekte ist. Der Gründer der Herolde hat sogar ein Buch herausgegeben, in dem die Mutter des Sektengründers als "Heilige" beschrieben wird. Das Buch wurde auch mit ganz offen als "eine der besten Heiligenviten" bezeichnet.
Hier bei Gtv sind die meisten sehr naiv und lesen keine Bücher, daher wissen das die Tradis nicht... Recherchieren Sie selbst!

Franz Xaver

Vorerst: Danke für den Hinweis auf die TFP. Ich habe in deren Homepage reingeschaut, allerdings keinen Nachweis dafür gefunden, dass diese Gesellschaft eine katholische Sekte sei. Sie ist (oder war) mE - zugegeben bloß auf Grund erstmaliger Durchsicht aller dort befindlichen Detailaspekte - weder ein offizieller Teil der katholischen Kirche, steht (oder stand) weder als kirchliche Institution noch als offiziell religiöser Orden unter deren Leitung.
Was die Herolde anlangt, so habe ich davon Kenntnis, des die HdE eine katholische Bewegung innerhalb der Kirche, die sich auf Evangelisierung, Gebet und Gemeinschaft konzentriert, ist; dass ihnen die kirchliche Approbation wegen Erfüllung eines der Tatbestände gegen die Einheit der Kirche entzogen worden wäre, ist mir nicht bekannt.
Wenn Sie konkrete Quellen zu Ihren Behauptungen, beide Institutionen seien Sekten, haben, dann bitte, um Angabe, damit das sowie Ihre Seriosität überprüft werden kann.

Ich habe schon mehrfach auf Quellen verwiesen und diese auch entsprechend verlinkt. Bei vielen Diskussionen hierzu, aber Sie und auch andere haben dumm gequatscht. Die Diskussionen über die TFP-Sekte wurden schon lange geführt, bevor ich bei Gtv mitgemacht habe. Das Thema ist schon ausdikutiert, wie ich schon mehrfach hier geschrieben habe.
Wie der obige Bericht zeigt, sind die Herolde innnerkirchlich sehr umstritten, selbst wenn sie eine "katholische Bewegung" sind...
Sie machen viele Worte und markieren Ihre Kommentare wirklich schön, aber die Substanz fehlt leider... 😎 😇

Franz Xaver

Erich,
1. Ihre Behauptung, ich hätte bei Diskussionen betreffend die TFP dumm gequatscht, ist schamlos vermessen, charakterlos, bösartig und verblödet, zumal ich, der ich - wie Sie offensichtlich auch - seit dem Jahr 2021 in Gloria TV tätig bin, dazu aber lediglich ein einziges Posting, und das von gestern, abgesetzt habe; das gilt im Übrigen auch für die "Herolde";
2. Wenn die Diskussion über beide Gemeinschaften - wie Sie behaupten - bereits abgeschlossen wären, so fordere ich Sie neuerlich auf, die Quellen anzugeben, aus denen ersichtlich ist, wann, von wem und in welcher Form für die Katholische Kirche verbindlich festgestellt worden sein soll, dass diese Gemeinschaften Tatbestände gegen die Einheit der katholischen Kirche erfüllt hätten, für schuldig befunden und exkommuniziert worden wären;
3. Die Gleichsetzung der Bedeutung eines "innerkirchlichen Umstritten-Seins" mit einer "Sekte" zeigt einen Zustand von intellektueller Unkenntnis, Verblödung und Primitivität.
4. Die von Ihnen angesprochene Markierung erfolgt durch den Betreiber dieses Forums und ist von mir nicht gewollt und auch nicht korrigierbar.

Das Niveau Ihres Kommentars spricht für sich bzw. gegen Sie. Ich habe keine Zeit für sowas.

Franz Xaver

"Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
fand einen Weinstock, der voll schwerer Trauben
an einer hohen Mauer hing.
Sie schienen ihm ein köstlich Ding,
allein beschwerlich abzuklauben.
Er schlich umher, den nächsten Zugang auszuspähn.
Umsonst! Kein Sprung war abzusehn.
Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,
der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und spricht
und zieht dabei verächtlich das Gesicht:
Was soll ich mir viel Mühe nehmen?
Sie sind ja herb und taugen nicht."
Quelle: Karl Wilhelm Ramler