Kardinal Müller: Der Transhumanismus ist die größte Bedrohung für eine humane Zukunft der Welt
Sein Ziel war es, eine Neudefinition des Begriffs "Schutz des menschlichen Lebens" vorzuschlagen - eine, die menschliches Leben ab dem Moment der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle anerkennt.
Das Ergebnis:
Er erhielt ausweichende Antworten von den Prälaten Rainer Maria Woelki (Köln), Bertram Meier (Augsburg), Reinhard Marx (München) und Rudolf Voderholzer (Regensburg), die allesamt dem Thema auswichen.
Von Stephan Burger (Freiburg) und Christoph Schönborn (damals noch Erzbischof von Wien), vom Stift Heiligenkreuz und von der Deutschen Bischofskonferenz - die sogar drei Briefe erhalten hatte - kam überhaupt keine Antwort.
Bischof Stefan Oster (Passau) leitete den Brief an die Deutsche Bischofskonferenz weiter.
Der damalige Bischof Gregor Hanke (Eichstätt) und Kardinal Gerhard Müller antworteten positiv.
Kardinal Müller antwortete im April 2025 über "den Schutz des Lebens in diesen traurigen Zeiten des Transhumanismus", wie es in dem kürzlich von Gloria.tv eingesehenen Brief heißt.
Er schrieb: "In der Tat ist dieses extreme anthropologische Konzept, das den Menschen auf willkürlich manipulierbares Biomaterial reduziert, die größte Bedrohung für die Unantastbarkeit der Person und damit für die humane Zukunft der Welt."
Kardinal Müller teilt voll und ganz die Ansichten des Arztes über "diese enorme Herausforderung" und dankt ihm für seine Bemühungen.
In den letzten Zeilen seines Briefes weist der emeritierte Kardinal darauf hin, dass er die Botschaft des Doktors nur zur Prüfung an die zuständigen Stellen in der Kurie weiterleiten kann: die Kongregation für die Glaubenslehre unter Kardinal Fernández und die Päpstliche Akademie für das Leben.
Bild: Gerhard Müller © Mazur CC BY-NC-SA, AI-Übersetzung